Regenbogen

Der Tod und das Leben

Ich sitze mal wieder hier und suche nach schöner Musik für meinen Ballett-Unterricht. Ich würde sagen, ich bin fündig geworden. Der Fund des Tages rührt mich zu Tränen, denn eigentlich bin ich sehr romantisch und weine schnell, wenn mich etwas berührt.

Da habe ich darüber nachgedacht, welche Musik mein Mann spielen soll, wenn ich gestorben bin und sich meine Liebsten von mir haben verabschieden müssen.

Ich möchte, dass sie mich in dieser Musik wiederfinden. Meine Leidenschaft, mit der sie mich in Erinnerung behalten: dem Ballett. Sie sollen mich in ihren Gedanken tanzen und lächeln sehen. Sie dürfen weinen – aber nur, weil es so schön ist, diesen Gedanken zu denken und sich davon treiben und berühren zu lassen – lebendig.

Ich finde den Tod nicht mehr schlimm. Er kann so lebendig sein und so wunderschön, romantisch, traurig und doch ergreifend und fröhlich – denkt man doch in diesem Moment am intensivsten über das vergangene Leben nach und schaut zurück auf wunderschöne Momente, die man mit dem Verstorbenen hatte – wie eine liebevolle Berührung. Und die Erde trägt Dich und reicht Dich weiter. Nur weiter…

 

Übrigens, mein Fund ist ein Pianist aus Bilbao. Er ist Baske und trägt den Namen Josu Gallastegui.

Auf www.josuonline.com könnt ihr mehr über ihn erfahren.

 

 

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RüdigerInga von Domarus Recent comment authors
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Inga von Domarus
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Inga von Domarus

Bel, wie wunderbar😘!

Rüdiger
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Rüdiger

Das hast du grossartig formuliert!
Wann gibt’s mal wieder was aus deiner Feder?
Bin schon gespannt!